*Hinweis: Alle Inhalte auf dieser Website dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Sie stellen keine Anlageberatung oder Kauf-/Verkaufsempfehlung dar. Der Handel mit Finanzinstrumenten ist mit Risiken verbunden und kann zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Für Entscheidungen, die auf Grundlage der bereitgestellten Informationen getroffen werden, wird keine Haftung übernommen.
Marktüberblick
12.01.2026 - 16.01.2026
Hier wird das aktuelle Marktumfeld für Swing-Trader eingeordnet. Ein strukturierter Überblick über Marktphase, Umfeld und relevante Einflüsse, der jede Woche aktualisiert wird und der Orientierung sowie Vorbereitung dient.
Die wichtigsten Termine
Hier kann es zu erhöhter Volatilität kommen!
Serviceliste
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Di. 13.01.2026 Verbraucherpreis-Daten USAListenelement 1
Verbraucherpreis-Daten geben Aufschluss über die Inflationsentwicklung und beeinflussen damit unmittelbar die Zinserwartungen an den Finanzmärkten.
Veröffentlichungen:
14:30
- Verbraucherpreisindex (VPI) (Monat) (Dez)
- Verbraucherpreisindex (VPI) (Jahr) (Dez)
- Verbraucherpreisindex - Kernrate (Monat) (Dez)
16:00
- Verkäufe neuer Häuser (Okt)
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Mi. 14.01.2026 Erzeugerpreise, Einzelhandelsumsätze und Rohöllagerbestände USAListenelement 2
Die Erzeugerpreise messen die Preisentwicklung auf Produzentenebene und gelten als früher Indikator für mögliche Inflationsveränderungen.
Einzelhandelsumsätze messen die tatsächliche Konsumnachfrage der Verbraucher und sind ein direkter Indikator für wirtschaftliche Stärke.
Die Rohöllagerbestände zeigen, wie sich Angebot und Nachfrage am Ölmarkt kurzfristig entwickeln.
Veröffentlichungen:
14:30
- Erzeugerpreisindex (EPI) (Monat) (Nov)
- Erzeugerpreisindex (EPI) (Jahr) (Nov)
- Einzelhandelsumsätze (Monat) (Nov)
- Einzelhandelsumsätze - Kernrate (Monat) (Nov)
16:00/16:30
- Verkäufe bestehender Häuser (Dez)
- Rohöllagerbestände
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Do. 15.01.2026 BIP Großbritannien, Philly Fed Herstellungsindex, Arbeitsmarktdaten und Einkaufsmanagerindex USAListenelement 3
Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) misst die gesamtwirtschaftliche Leistung einer Volkswirtschaft und gilt als zentraler Indikator für wirtschaftliches Wachstum oder Abschwächung.
Der Philly Fed Herstellungsindex misst die wirtschaftliche Aktivität im verarbeitenden Gewerbe der Region um Philadelphia und gilt als früher Stimmungsindikator für den Industriesektor in den USA.
Die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gelten als zeitnaher Indikator für die Lage am Arbeitsmarkt in den USA.
Der Einkaufsmanagerindex (EMI) für das verarbeitende Gewerbe misst die wirtschaftliche Aktivität in der Industrie auf Basis von Umfragen unter Einkaufsleitern.
Veröffentlichungen:
08:00
- BIP (Monat) (Nov) GBP
14:30/14:45
- Philly Fed Herstellungsindex (Jan) USA
- Erstanträge Arbeitslosenhilfe USA
- Einkaufsmanagerindex (EMI) Verarbeitendes Gewerbe (Jan) USA
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Fr. 16.01.2026 Verbraucherpreis-Daten DeutschlandListenelement 4
Verbraucherpreis-Daten geben Aufschluss über die Inflationsentwicklung und beeinflussen damit unmittelbar die Zinserwartungen an den Finanzmärkten.
Veröffentlichungen:
08:00
- Verbraucherpreisindex (VPI) Deutschland (Monat) (Dez)
- Verbraucherpreisindex (VPI) Deutschland (Jahr) (Dez)
Weitere wichtige Ereignisse für die kommende Woche
Große US-Banken starten Q4-2025-Ergebnisberichte, u. a.:
- JPMorgan Chase (Di. 13.01.2026)
- Bank of America (Mi. 14.01.2026)
- Citigroup (Mi. 14.01.2026)
- Goldman Sachs (Do. 15.01.2026)
Weitere erwartete Quartalsberichte:
- Taiwan Semiconductor
- Delta Air Lines
- Infosys
- JB Hunt
- BlackRock
Ermittlungen gegen Fed-Chef Powell
Die
kriminalrechtliche Untersuchung gegen den Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell, durch die US-Staatsanwaltschaft wird als bedeutendes politisches Risiko wahrgenommen und kann die Wahrnehmung der Geldpolitik sowie den US-Dollar und Risikoanlagen beeinflussen. Diese Untersuchung wurde Anfang Januar 2026 öffentlich und hat potenziell anhaltende Marktwirkung in der kommenden Woche.
Quelle:
The Guardian
Geopolitische Spannungen
Die aktuellen Entwicklungen im Iran und im Venezuela-Konflikt
stehen derzeit im Fokus und können Risikostimmung und Energiepreise beeinflussen.
CoT-Briefing
US-Dollar-Index (DXY Futures)
- Large Speculators: deutlicher Abbau der Netto-Long-Position
- Commercials: korrespondierender Abbau der Netto-Short-Absicherung
- Non-Reportables: leicht steigend auf der Short-Seite
Einordnung:
Der USD zeigt eine klare
Entspannungsbewegung in der spekulativen Übergewichtung. Nach zuvor sehr einseitiger Long-Positionierung ziehen sich Fonds spürbar zurück. CoT-seitig ist das als
Konsolidierungs- bzw. Korrektursignal
zu werten, nicht als Trendbruch.
Aktienindizes – S&P 500 (E-Mini)
- Large Speculators: spürbarer Abbau der Netto-Longs
- Commercials: Aufbau zusätzlicher Netto-Long-Positionen
- Non-Reportables: kaum Veränderung
Einordnung:
Klassisches CoT-Warnsignal:
Fonds reduzieren Risiko, während Commercials zunehmend auf der Gegenseite auftreten. Historisch oft Vorläufer von
Seitwärtsphasen oder Korrekturen, insbesondere nach starken Aufwärtsbewegungen.
Gold (COMEX)
- Large Speculators: erneuter Aufbau von Netto-Longs
- Commercials: Ausweitung der Netto-Short-Position
- Non-Reportables: leicht Long
Einordnung:
Gold bleibt
klar konstruktiv positioniert, allerdings nimmt die Gegenposition der Commercials deutlich zu. CoT-seitig spricht das für
fortgeschrittene Aufwärtsphase, mit wachsender Anfälligkeit für Rücksetzer, aber noch ohne klares Top-Signal.
Rohöl WTI
- Large Speculators: massiver Abbau der Netto-Long-Position
- Commercials: Reduktion der Long-Absicherung
- Non-Reportables: verstärkt Short
Einordnung:
Rohöl zeigt aktuell eine der
stärksten Wochenveränderungen im gesamten CoT-Universum. Der schnelle Long-Abbau der Fonds deutet auf
nachlassende Trendüberzeugung
hin. CoT-technisch klar
bearish bis neutral, abhängig von der Anschlusswoche.
CoT Gesamtfazit
Größte Veränderungen:
- Rohöl: massiver Long-Abbau der Fonds
- US-Dollar: deutliche Positionsbereinigung
- Risk-On / Risk-Off:
Die CoT-Daten zeigen abnehmende Risikobereitschaft der Large Speculators über mehrere Assetklassen hinweg. - Marktphase:
Übergang von Trendfortsetzung → Konsolidierung / Selektion.
Positionsstand: Dienstag, 06.01.2026
(Commitments of Traders Report, CFTC)
Marktkommentar für Swing-Trader
US-Indizes
Die US-Indizes befinden sich aktuell in einer konsolidierenden Marktphase, geprägt von abwartendem Verhalten und selektiver Risikobereitschaft. Nach den vorangegangenen Bewegungen steht weniger Momentum im Vordergrund, vielmehr eine Neubewertung des Marktumfelds unter dem Einfluss makroökonomischer Erwartungen und anstehender Unternehmenszahlen.
Für Swing-Trader bedeutet das: Der Markt liefert derzeit
weniger klare Impulsphasen, dafür mehr Übergangsbewegungen. Geduld, saubere Auswahl der Märkte und ein konsequentes Risiko-Management stehen aktuell stärker im Fokus als eine hohe Handelsfrequenz.
Gold (XAU/USD)
Gold befindet sich aktuell in einem gut ausgeprägten Aufwärtstrend, der von anhaltender Nachfrage nach Sicherheit sowie von makroökonomischen Unsicherheiten gestützt wird. Rücksetzer werden bislang überwiegend als korrigierende Bewegungen innerhalb des übergeordneten Trends wahrgenommen, nicht als strukturelle Trendbrüche.
Für Swing-Trader bedeutet das: Das Marktumfeld ist grundsätzlich
trendfreundlich, erfordert jedoch weiterhin Disziplin bei Timing und Risikomanagement. Entscheidend ist weniger, ob Gold Stärke zeigt, sondern
wie der Markt auf zwischenzeitliche Gegenbewegungen reagiert, da diese Rückschlüsse auf die Stabilität des übergeordneten Trends zulassen.
EUR/USD
Der EUR/USD zeigt sich aktuell in einer uneinheitlichen Marktphase, geprägt von wechselnden Erwartungen an Geldpolitik und Konjunktur auf beiden Seiten des Atlantiks. Weder der Euro noch der US-Dollar liefern derzeit ein klar dominantes Narrativ, was zu überlappenden Bewegungen und begrenzter Dynamik führt.
Für Swing-Trader bedeutet das: Das Währungspaar verlangt aktuell
mehr Geduld und Selektivität. Klare Trends entstehen eher phasenweise, während Richtungswechsel häufiger auftreten. Das Marktumfeld begünstigt daher ein
zurückhaltendes Vorgehen, bis sich eine stabilere übergeordnete Richtung etabliert.
Rohöl WTI
Rohöl WTI bewegt sich aktuell in einem volatilen Umfeld, das stark von Angebots- und Nachfragethemen geprägt ist. Geopolitische Faktoren sowie Lager- und Fördererwartungen sorgen immer wieder für Richtungsimpulse, ohne dass sich durchgehend eine klare Dynamik etabliert.
Für Swing-Trader bedeutet das: Der Markt liefert
phasenweise gute Bewegungen, verlangt jedoch eine saubere Einordnung des übergeordneten Umfelds. Nicht jede Bewegung hat Trendcharakter – entscheidend ist, ob Impulse
Bestätigung finden oder rasch wieder abgegeben werden, da dies Hinweise auf die Nachhaltigkeit der aktuellen Marktphase gibt.
Überraschungen und Ausreißer der letzten Woche
In der vergangenen Woche gab es keine flächendeckenden, außergewöhnlichen Schockereignisse, die das übergeordnete Marktbild nachhaltig verändert hätten. Vielmehr war das Marktgeschehen von selektiven Reaktionen und themenspezifischer Volatilität geprägt, nicht von systemischen Ausreißern über alle Assetklassen hinweg.
- Alphabet und Walmart zeigen Stärke im Tech- bzw. Konsumsektor mit signifikanten Bewegungen über technische Grenzen in der letzten Woche.
Fazit für Swing-Trader:
Die vergangene Woche war eher von
Marktanpassung als von Marktstress geprägt. Es gab keine extremen Überraschungen, die bestehende Trends grundsätzlich infrage gestellt hätten. Für Swing-Trader spricht das für ein
stabiles, wenn auch selektives Marktumfeld, in dem Kontext und Geduld wichtiger waren als schnelle Reaktionen auf Einzelereignisse.
Zusammenfassung - Worauf kommt es diese Woche an?
Diese Woche steht weniger im Zeichen neuer Impulse, sondern der Bestätigung bestehender Marktbewegungen. Entscheidend ist, ob aktuelle Trends – insbesondere in trendstarken Märkten – Stabilität zeigen oder an Dynamik verlieren. Makroökonomisch richtet sich der Fokus auf das Zusammenspiel aus Inflations-, Konsum- und Arbeitsmarkterwartungen sowie auf die beginnende Berichtssaison großer Unternehmen.
Geduld und Einordnung stehen im Vordergrund. Nicht die Anzahl der Bewegungen ist entscheidend, sondern ob der Markt Struktur und Anschlussbewegungen liefert. Ein selektives Vorgehen und sauberes Risiko-Management bleiben diese Woche zentral.
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