*Hinweis: Alle Inhalte auf dieser Website dienen ausschließlich zu Bildungs- und Informationszwecken. Sie stellen keine Anlageberatung oder Kauf-/Verkaufsempfehlung dar. Der Handel mit Finanzinstrumenten ist mit Risiken verbunden und kann zum Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Für Entscheidungen, die auf Grundlage der bereitgestellten Informationen getroffen werden, wird keine Haftung übernommen.

Marktüberblick

12.01.2026 - 16.01.2026

Hier wird das aktuelle Marktumfeld für Swing-Trader eingeordnet. Ein strukturierter Überblick über Marktphase, Umfeld und relevante Einflüsse, der jede Woche aktualisiert wird und der Orientierung sowie Vorbereitung dient.

Die wichtigsten Termine

Hier kann es zu erhöhter Volatilität kommen!

Serviceliste

Weitere wichtige Ereignisse für die kommende Woche

Große US-Banken starten Q4-2025-Ergebnisberichte, u. a.:

  • JPMorgan Chase (Di. 13.01.2026)
  • Bank of America (Mi. 14.01.2026)
  • Citigroup (Mi. 14.01.2026)
  • Goldman Sachs (Do. 15.01.2026)

Weitere erwartete Quartalsberichte:

  • Taiwan Semiconductor
  • Delta Air Lines
  • Infosys
  • JB Hunt
  • BlackRock



Ermittlungen gegen Fed-Chef Powell

Die kriminalrechtliche Untersuchung gegen den Vorsitzenden der US-Notenbank, Jerome Powell, durch die US-Staatsanwaltschaft wird als bedeutendes politisches Risiko wahrgenommen und kann die Wahrnehmung der Geldpolitik sowie den US-Dollar und Risikoanlagen beeinflussen. Diese Untersuchung wurde Anfang Januar 2026 öffentlich und hat potenziell anhaltende Marktwirkung in der kommenden Woche. Quelle: The Guardian


Geopolitische Spannungen
Die aktuellen Entwicklungen im Iran und im Venezuela-Konflikt stehen derzeit im Fokus und können Risikostimmung und Energiepreise beeinflussen.

CoT-Briefing


US-Dollar-Index (DXY Futures)

  • Large Speculators: deutlicher Abbau der Netto-Long-Position
  • Commercials: korrespondierender Abbau der Netto-Short-Absicherung
  • Non-Reportables: leicht steigend auf der Short-Seite


Einordnung:

Der USD zeigt eine klare
Entspannungsbewegung in der spekulativen Übergewichtung. Nach zuvor sehr einseitiger Long-Positionierung ziehen sich Fonds spürbar zurück. CoT-seitig ist das als Konsolidierungs- bzw. Korrektursignal zu werten, nicht als Trendbruch.



Aktienindizes – S&P 500 (E-Mini)

  • Large Speculators: spürbarer Abbau der Netto-Longs
  • Commercials: Aufbau zusätzlicher Netto-Long-Positionen
  • Non-Reportables: kaum Veränderung


Einordnung:

Klassisches CoT-Warnsignal:
Fonds reduzieren Risiko, während Commercials zunehmend auf der Gegenseite auftreten. Historisch oft Vorläufer von Seitwärtsphasen oder Korrekturen, insbesondere nach starken Aufwärtsbewegungen.



Gold (COMEX)

  • Large Speculators: erneuter Aufbau von Netto-Longs
  • Commercials: Ausweitung der Netto-Short-Position
  • Non-Reportables: leicht Long


Einordnung:

Gold bleibt
klar konstruktiv positioniert, allerdings nimmt die Gegenposition der Commercials deutlich zu. CoT-seitig spricht das für fortgeschrittene Aufwärtsphase, mit wachsender Anfälligkeit für Rücksetzer, aber noch ohne klares Top-Signal.



Rohöl WTI

  • Large Speculators: massiver Abbau der Netto-Long-Position
  • Commercials: Reduktion der Long-Absicherung
  • Non-Reportables: verstärkt Short


Einordnung:

Rohöl zeigt aktuell eine der
stärksten Wochenveränderungen im gesamten CoT-Universum. Der schnelle Long-Abbau der Fonds deutet auf nachlassende Trendüberzeugung hin. CoT-technisch klar bearish bis neutral, abhängig von der Anschlusswoche.



CoT Gesamtfazit

Größte Veränderungen:

  • Rohöl: massiver Long-Abbau der Fonds
  • US-Dollar: deutliche Positionsbereinigung


  • Risk-On / Risk-Off:
    Die CoT-Daten zeigen
    abnehmende Risikobereitschaft der Large Speculators über mehrere Assetklassen hinweg.
  • Marktphase:
    Übergang von
    Trendfortsetzung → Konsolidierung / Selektion.


Positionsstand: Dienstag, 06.01.2026
(Commitments of Traders Report, CFTC)

Marktkommentar für Swing-Trader

US-Indizes

Die US-Indizes befinden sich aktuell in einer konsolidierenden Marktphase, geprägt von abwartendem Verhalten und selektiver Risikobereitschaft. Nach den vorangegangenen Bewegungen steht weniger Momentum im Vordergrund, vielmehr eine Neubewertung des Marktumfelds unter dem Einfluss makroökonomischer Erwartungen und anstehender Unternehmenszahlen.


Für Swing-Trader bedeutet das: Der Markt liefert derzeit weniger klare Impulsphasen, dafür mehr Übergangsbewegungen. Geduld, saubere Auswahl der Märkte und ein konsequentes Risiko-Management stehen aktuell stärker im Fokus als eine hohe Handelsfrequenz.


Gold (XAU/USD)

Gold befindet sich aktuell in einem gut ausgeprägten Aufwärtstrend, der von anhaltender Nachfrage nach Sicherheit sowie von makroökonomischen Unsicherheiten gestützt wird. Rücksetzer werden bislang überwiegend als korrigierende Bewegungen innerhalb des übergeordneten Trends wahrgenommen, nicht als strukturelle Trendbrüche.


Für Swing-Trader bedeutet das: Das Marktumfeld ist grundsätzlich trendfreundlich, erfordert jedoch weiterhin Disziplin bei Timing und Risiko­management. Entscheidend ist weniger, ob Gold Stärke zeigt, sondern wie der Markt auf zwischenzeitliche Gegenbewegungen reagiert, da diese Rückschlüsse auf die Stabilität des übergeordneten Trends zulassen.


EUR/USD

Der EUR/USD zeigt sich aktuell in einer uneinheitlichen Marktphase, geprägt von wechselnden Erwartungen an Geldpolitik und Konjunktur auf beiden Seiten des Atlantiks. Weder der Euro noch der US-Dollar liefern derzeit ein klar dominantes Narrativ, was zu überlappenden Bewegungen und begrenzter Dynamik führt.


Für Swing-Trader bedeutet das: Das Währungspaar verlangt aktuell mehr Geduld und Selektivität. Klare Trends entstehen eher phasenweise, während Richtungswechsel häufiger auftreten. Das Marktumfeld begünstigt daher ein zurückhaltendes Vorgehen, bis sich eine stabilere übergeordnete Richtung etabliert.


Rohöl WTI

Rohöl WTI bewegt sich aktuell in einem volatilen Umfeld, das stark von Angebots- und Nachfragethemen geprägt ist. Geopolitische Faktoren sowie Lager- und Fördererwartungen sorgen immer wieder für Richtungsimpulse, ohne dass sich durchgehend eine klare Dynamik etabliert.


Für Swing-Trader bedeutet das: Der Markt liefert phasenweise gute Bewegungen, verlangt jedoch eine saubere Einordnung des übergeordneten Umfelds. Nicht jede Bewegung hat Trendcharakter – entscheidend ist, ob Impulse Bestätigung finden oder rasch wieder abgegeben werden, da dies Hinweise auf die Nachhaltigkeit der aktuellen Marktphase gibt.

Überraschungen und Ausreißer der letzten Woche

In der vergangenen Woche gab es keine flächendeckenden, außergewöhnlichen Schockereignisse, die das übergeordnete Marktbild nachhaltig verändert hätten. Vielmehr war das Marktgeschehen von selektiven Reaktionen und themenspezifischer Volatilität geprägt, nicht von systemischen Ausreißern über alle Assetklassen hinweg.

  • Alphabet und Walmart zeigen Stärke im Tech- bzw. Konsumsektor mit signifikanten Bewegungen über technische Grenzen in der letzten Woche.


Fazit für Swing-Trader:
Die vergangene Woche war eher von
Marktanpassung als von Marktstress geprägt. Es gab keine extremen Überraschungen, die bestehende Trends grundsätzlich infrage gestellt hätten. Für Swing-Trader spricht das für ein stabiles, wenn auch selektives Marktumfeld, in dem Kontext und Geduld wichtiger waren als schnelle Reaktionen auf Einzelereignisse.

Zusammenfassung - Worauf kommt es diese Woche an?

Diese Woche steht weniger im Zeichen neuer Impulse, sondern der Bestätigung bestehender Marktbewegungen. Entscheidend ist, ob aktuelle Trends – insbesondere in trendstarken Märkten – Stabilität zeigen oder an Dynamik verlieren. Makroökonomisch richtet sich der Fokus auf das Zusammenspiel aus Inflations-, Konsum- und Arbeitsmarkterwartungen sowie auf die beginnende Berichtssaison großer Unternehmen.

Geduld und Einordnung stehen im Vordergrund. Nicht die Anzahl der Bewegungen ist entscheidend, sondern ob der Markt Struktur und Anschlussbewegungen liefert. Ein selektives Vorgehen und sauberes Risiko-Management bleiben diese Woche zentral.


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