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Einleitung


Willkommen zu deinem Lernprogramm für erfolgreiches Trading.
In diesem Programm zeige ich dir Schritt für Schritt, wie du dir das Wissen, die Denkweise und die Routine aneignest, die du brauchst, um erfolgreich zu handeln.

Du lernst, wie die Finanzmärkte funktionieren, wie du Kursbewegungen richtig liest, Strategien planst und dein Risiko kontrollierst.
 

Wir beginnen bei den Grundlagen: dem Verständnis dafür, was gehandelt wird, wie Orders funktionieren und was Kurse beeinflusst, und arbeiten uns dann bis zu den Themen vor, die Profis auszeichnen: Trade-Management, Trading-Psychologie und Strategieaufbau.


Dieses Lernprogramm richtet sich an alle, die:

  • den Börsenhandel von Grund auf lernen möchten
  • verstehen wollen, wie man planvoll und mit System handelt
  • langfristig ein solides Fundament aufbauen möchten – sei es, um ein Nebeneinkommen zu erzielen oder den Weg zum Vollzeit-Trader zu gehen.


Du brauchst dafür kein Vorwissen, nur Interesse, Geduld und die Bereitschaft, konsequent zu lernen.
Ich erkläre dir alles praxisnah und verständlich, sodass du die Inhalte direkt anwenden kannst.


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Am Ende dieses Grundlagenprogramms wirst du verstehen, wie und warum Märkte sich bewegen, wie du Chancen erkennst, wie du Verluste begrenzt und vor allem: wie du mit Ruhe und Struktur handelst, statt dich von Emotionen leiten zu lassen.

Trading ist kein Glücksspiel, sondern ein Handwerk.
Und dieses Handwerk wirst du hier lernen – Schritt für Schritt, mit System und klarem Ziel:
langfristiger Erfolg an der Börse.

1. Grundlagen des Tradings

 1.1. Was ist Trading?
1.2. Traden oder Investieren?
1.3. Wie kann man privat an der Börse handeln?
1.4. Kann ich mit einem Vollzeit-Job traden?
1.5. Welche Strategien gibt es?


2. Markttechnik und Charts

 2.1. Was ist ein Kerzenchart?
2.2. Kerzen richtig lesen
2.3. Charttypen richtig nutzen

2.4. Price Interest Points (PIPS)

3. Handel an der Börse

 3.1. Long / Short Trading
3.2. Was ist ein Leerverkauf?
3.3. Was sind die gängigsten Assets?
3.4. Was sind CFDs?
3.5. In welchen Märkten sollten Anfänger handeln?


4. Orderarten und Handelsausführung

 4.1. Was sind Orders?
4.2. Welche Ordertypen sollte ich verwenden?
4.3. Stop-Loss & Take-Profit


5. Hebel, Margin und Risiko

 5.1. Hebelwirkung erklärt
5.2. Risiken der Hebelwirkung
5.3. Hebelwirkung berechnen
5.4. Was ist Margin?
5.5. Margin-Anforderung
5.6. Margin-Rechner  
5.7. Schutz vor Margin Call und Liquidationsgrenze
5.8. Margin Level

 

6. Gebühren und Brokerwahl

 6.1. Welche Gebühren gibt es im Trading?
6.2. Was ist der Spread?
6.3. Kommissionen
6.4. Swaps
6.5. Die günstigsten Broker

 

7. Risiko- & Money-Management

 7.1. Was ist Money-Management?

 7.2. Chancen-Risiko-Verhältnis verstehen
7.3. Wie viel Risiko pro Trade ist sinnvoll?
7.4. Drawdowns und Kontoschutz


8. Trading-Psychologie und Disziplin

 8.1. Was ist Trading-Psychologie?
8.2. Worauf es psychologisch beim Traden ankommt
8.3. Angst und Gier kontrollieren
8.4. Umgang mit Verlusten und Selbstkontrolle
 8.5. Mentales Training für Trader

 8.6. Trading-Tagebuch führen

 

9. Praxis: Üben und Weiterentwickeln

 9.1. Paper-Trading
9.2. Demokonten

1. Grundlagen des Tradings



1.1.   Was ist Trading?

Unter Trading versteht man den aktiven Handel an der Börse, also das bewusste Kaufen und Verkaufen von Vermögenswerten, um aus Kursveränderungen Gewinne zu erzielen.
Während früher vor allem Banken und Großinvestoren Zugang zu den Finanzmärkten hatten, kann heute jeder Privatanleger selbst aktiv handeln.

Ob Aktien (Unternehmensanteile), Rohstoffe (z. B. Gold & Silber), Währungen oder Indizes (Gruppe von ausgewählten Aktien oder anderen Finanzinstrumenten z. B. DAX) – mit nur wenigen Klicks erhältst du heute Zugang zu nahezu allen globalen Märkten.

Das Ziel des Tradings besteht darin, kurz- bis mittelfristige Preisbewegungen gezielt zu nutzen, um daraus regelmäßige Erträge oder Kapitalwachstum zu erzielen.



1.2. Traden oder Investieren?

Trading und Investieren verfolgen an der Börse zwar dasselbe große Ziel: Gewinne, doch der Weg dorthin ist sehr unterschiedlich:

Ein Trader versucht, kurz- bis mittelfristige Marktbewegungen gezielt zu nutzen, um sein Kapital schneller zu vermehren oder ein zusätzliches Einkommen zu erzielen.
Im Gegensatz dazu verfolgt ein Investor meist die Strategie des „Buy and Hold“: Er investiert langfristig in Vermögenswerte und setzt auf deren dauerhafte Wertsteigerung, nimmt dafür aber in Kauf, dass sein Kapital nicht jederzeit verfügbar ist.

Trading bietet die Chance auf schnellere Gewinne, birgt jedoch auch höhere Risiken.
Deshalb sind Disziplin, fundiertes Wissen und ein durchdachtes Risiko-Management unverzichtbar, um dauerhaft erfolgreich zu handeln.

Investieren ist ruhiger und langfristiger und könnte über viele Jahre gesehen mehr Kursgewinn bringen, allerdings nur, wenn man frühzeitig gute Unternehmen auswählt.

 

1.3.   Wie kann man privat an der Börse handeln?

Um privat an der Börse zu handeln, brauchst du zunächst ein Handelskonto bei einem Online-Broker. Dieser fungiert als Schnittstelle zu den Finanzmärkten und ermöglicht dir, verschiedene Vermögenswerte wie Aktien, Indizes, Rohstoffe oder Währungen zu kaufen und zu verkaufen.


Nach der Kontoeröffnung kannst du dein Startkapital einzahlen und über eine Trading-Plattform wie z B. MetaTrader, cTrader oder TradingView deine Orders platzieren.

Wie das funktioniert, wird dir in diesem Lernprogramm genau erklärt. Dort entscheidest du, welches Asset (in welchem Markt) du handeln möchtest, wie groß deine Position sein soll und wo deine Verlust-Schmerzgrenze (Stop-Loss) und Gewinnziel (Take-Profit) liegen.

Heutzutage läuft der gesamte Handel digital, transparent und in Echtzeit ab. Ein klassisches Bankdepot oder ein Besuch in der Filiale ist nicht mehr nötig – eine stabile Internetverbindung genügt, um weltweit an den Märkten aktiv zu werden.

 

1.4. Kann ich mit einem Vollzeit-Job traden?

Das ist absolut möglich. Viele erfolgreiche Trader gehen einem normalen Beruf nach und traden nebenbei.
Der Schlüssel liegt in einem klaren Leitfaden und einer Strategie, die sich zeitlich mit deinem Alltag vereinbaren lässt.

Besonders geeignet für Berufstätige ist das Swing-Trading:
Hier hältst du Positionen mehrere Tage oder Wochen, beobachtest den Markt in Ruhe und brauchst nicht ständig vor dem Bildschirm zu sitzen.

Mit dem richtigen Zeitmanagement, einer strukturierten Vorgehensweise und der Unterstützung erfahrener Trader kann auch ein Vollzeit-Berufstätiger erfolgreich traden – besonders, wenn er klare Signale und Strategien befolgt.

 

1.5. Welche Strategien gibt es?

Im Trading gibt es zahlreiche Handelsansätze, die sich vor allem durch ihren Zeithorizont unterscheiden. Je nachdem, wie viel Zeit du investieren möchtest und wie aktiv du handeln willst, eignet sich die eine oder andere Strategie. Hier sind die wichtigsten Ansätze im Überblick:


Day-Trading

Beim Day-Trading eröffnest und schließt du alle Positionen innerhalb eines Handelstages.
Das Ziel ist, kleine Kursbewegungen auszunutzen und von kurzfristigen Schwankungen zu profitieren.
Vorteil: Du gehst kein Übernachtrisiko ein, da du alle Trades am Tagesende schließt.
Nachteil: Diese Methode erfordert hohe Konzentration, Erfahrung und viel Zeit, da du den Markt aktiv beobachten musst.


Intraday-Trading

Das Intraday-Trading ähnelt dem Day-Trading, ist aber etwas flexibler.

Du kannst deine Trades mehrere Stunden halten, schließt sie jedoch ebenfalls vor Handelsschluss.

Diese Strategie eignet sich gut für erfahrene Trader, die Märkte aktiv verfolgen, aber etwas mehr Spielraum bei der Haltedauer wünschen.


Swing-Trading

Beim Swing-Trading hältst du deine Positionen mehrere Tage bis Wochen.
Hier versuchst du, größere Marktbewegungen („Swings“) mitzunehmen, anstatt kurzfristige Schwankungen zu handeln.
Diese Strategie ist besonders anfänger- und berufstätigenfreundlich, da sie weniger Zeitaufwand erfordert, aber dennoch sehr attraktive Gewinnchancen bietet.


Position-Trading

Das Position-Trading ist der langfristigste Handelsansatz im aktiven Trading.
Du hältst Positionen über Wochen oder sogar Monate, um von übergeordneten Trends zu profitieren.
Der Vorteil liegt in weniger Stress und geringerem Zeitdruck, allerdings dauert es länger, bis sich deutliche Ergebnisse zeigen.

2. Markttechnik und Charts

 

 

2.1. Was ist ein Kerzenchart?

Der Kerzenchart ist einer der beliebtesten Charttypen im Trading. Er wird weltweit von Tradern genutzt, weil er auf einen Blick viel mehr Informationen liefert als ein einfacher Linienchart.

Während ein Linienchart nur den Schlusskurs zeigt, verrät eine einzelne Kerze im Kerzenchart gleich mehrere Dinge: wo der Kurs eröffnet hat, wo er geschlossen wurde und welche Schwankungen dazwischen stattgefunden haben. Dadurch können Trader Marktstimmungen – also ob Käufer oder Verkäufer dominieren – deutlich besser erkennen.

Jede Kerze im Chart steht für eine bestimmte Zeiteinheit, die du auswählst. Wenn du z. B. einen 1-Minuten-Chart öffnest, dann zeigt jede Kerze genau eine Minute Handelsaktivität. Im 1-Stunden-Chart entspricht jede Kerze einer Stunde, im Tageschart einem ganzen Handelstag. Das Prinzip bleibt immer gleich – nur die Dauer ändert sich. Wichtig: Ein Trend kann je nach Zeiteinheit ganz unterschiedlich aussehen. Ein Markt, der im Tageschart stark steigt, kann im 5-Minuten-Chart zwischenzeitlich fallen.

Eine Kerze veranschaulicht in komprimierter Form, wie sich der Preis innerhalb eines bestimmten Zeitraums entwickelt hat. Sie setzt sich aus dem sogenannten Kerzenkörper und den Dochten (Schatten) zusammen.
 

2.2. Kerzen richtig lesen

Der entscheidende Punkt ist die Farbe der Kerze:


·      Grüne Kerze (bullisch): Der Schlusskurs liegt über dem Eröffnungskurs. Das heißt: Der Markt ist in dieser Zeit gestiegen. In diesem Fall befindet sich der Eröffnungskurs unten am Kerzenkörper und der Schlusskurs oben.


·      Rote Kerze (bärisch): Der Schlusskurs liegt unter dem Eröffnungskurs. Das heißt: Der Markt ist in dieser Zeit gefallen. Hier ist es umgekehrt: Der Eröffnungskurs steht oben, der Schlusskurs unten.


·      Der obere Docht zeigt das höchste Preisniveau, das während der Kerze erreicht wurde.

·      Der untere Docht zeigt das tiefste Preisniveau.


Tipp:

Am besten versteht man das Prinzip, wenn man es live im 1-Minuten-Chart beobachtet. Dort siehst du, wie sich die Kerze in Echtzeit aufbaut: Zuerst bewegt sich der Kurs nach oben oder unten, der Körper verändert seine Länge und die Dochte entstehen. So bekommst du schnell ein Gefühl dafür, wie sich Eröffnung, Schluss, Hoch und Tief innerhalb einer Zeiteinheit entwickeln.

2.3. Charttypen richtig nutzen

Wenn du dich mit Charts beschäftigst, wirst du schnell feststellen: Es gibt nicht nur eine einzige Art, Kursverläufe darzustellen.
Ob Linien-, Balken-, Kerzen- oder Heikin-Ashi-Chart – sie alle zeigen dieselben Preisdaten, aber auf unterschiedliche Weise.

Diese Vielfalt hat ihren Zweck: Jeder Charttyp hilft Tradern dabei, bestimmte Informationen schneller zu erkennen – etwa Trends, Umkehrsignale oder die Marktstimmung.
Ein Linienchart ist zum Beispiel besonders übersichtlich, während ein Kerzenchart wesentlich mehr Details über das Verhalten des Preises innerhalb einer Periode liefert.

Das Ziel ist also nicht, den besten Charttyp zu finden, sondern sie zu kombinieren oder denjenigen zu wählen, der am besten zu deinem Handelsstil passt.


Überblick über die wichtigsten Charttypen

Den Kerzenchart hast du bereits kennengelernt und weißt nun, wie man ihn richtig liest.
Er ist der Standard im Trading und bildet die Grundlage vieler Analysen.
Doch es gibt noch andere Charttypen, die dir den Markt auf unterschiedliche Weise zeigen – je nachdem, ob du mehr Übersicht, weniger Marktrauschen
oder genauere Trenddarstellungen suchst.
Im Folgenden lernst du die wichtigsten Alternativen kennen und erfährst, wann sich welcher Charttyp am besten eignet.


 1. Linienchart

Der Linienchart ist die einfachste und klarste Form der Kursdarstellung.
Er verbindet die Schlusskurse jeder Zeiteinheit zu einer Linie.
Zwischenschwankungen werden ausgeblendet, sodass nur der übergeordnete Kursverlauf sichtbar bleibt.

Der Linienchart ist leicht lesbar, was ihn besonders anfängerfreundlich macht. Er eignet sich hervorragend, um langfristige Trends zu erkennen oder einen schnellen Überblick über den Markt zu bekommen.
Allerdings zeigt er keine Details darüber, wie stark der Preis innerhalb einer Periode geschwankt hat.


Verwendung:

Ideal für langfristigere Trader oder Investoren, die einen klaren und reduzierten Überblick über den Marktverlauf bevorzugen.


2. Balkenchart

Der Balkenchart liefert bereits deutlich mehr Informationen.
Jeder Balken steht für eine bestimmte Zeiteinheit und zeigt die vier zentralen Werte: Eröffnung (Open), Hoch (High), Tief (Low) und Schlusskurs (Close).

  • Der Strich links markiert den Eröffnungskurs.
  • Der Strich rechts zeigt den Schlusskurs.
  • Der vertikale Balken dazwischen stellt Hoch und Tief der Periode dar.

Dadurch lassen sich Trends, Preisspannen und Stärke der Schwankungen (Volatilität) gut erkennen, auch wenn der Chart auf den ersten Blick etwas technischer wirkt.


Verwendung:

Der Balkenchart ist präzise und informativ, eignet sich aber eher für Trader mit etwas Erfahrung, die gerne auf klare Daten statt optische Farben setzen.


3. Heikin-Ashi-Chart

Der Heikin-Ashi-Chart ist eine geglättete Variante des Kerzencharts.
Er berechnet seine Werte auf Basis von Durchschnittspreisen, wodurch kurzfristige Schwankungen ausgeblendet werden.
Das Ergebnis: klarere Trends und ein ruhigeres Chartbild.

Diese Glättung hilft, Trends länger zu halten und „Kurs-Ausreißer“ zu minimieren.
Allerdings zeigt der Heikin-Ashi-Chart nicht die exakten Marktpreise, was ihn für präzise Einstiege oder Stops weniger geeignet macht.


Verwendung:
Ideal für Trader, die übergeordnete Trends erkennen und Positionsbewegungen länger laufen lassen möchten.



Der gewählte Charttyp beeinflusst, wie du den Markt wahrnimmst.
Für den Einstieg ist der Kerzenchart am besten geeignet, da er alle wichtigen Informationen klar darstellt.
Mit wachsender Erfahrung kannst du gezielt andere Darstellungsformen nutzen, um Trends besser zu erkennen, Rauschen zu filtern oder um deine Übersicht zu verbessern – ganz nach deinem Trading-Stil.

Der gewählte Charttyp beeinflusst, wie du den Markt wahrnimmst.
Für den Einstieg ist der Kerzenchart am besten geeignet, da er alle wichtigen Informationen klar darstellt.
Mit wachsender Erfahrung kannst du gezielt andere Darstellungsformen nutzen, um Trends besser zu erkennen, Rauschen zu filtern oder um deine Übersicht zu verbessern – ganz nach deinem Trading-Stil.




2.4. Price Interest Points (Pips)

Ein Pip ist eine standardisierte Maßeinheit, die angibt, wie stark sich der Kurs eines Marktes verändert hat.
Er ist die kleinste übliche Preisbewegung in vielen Finanzmärkten – besonders im Forex, aber auch bei Indizes oder Rohstoffen wird häufig pip-ähnlich gerechnet.

Man kann sich einen Pip vorstellen wie einen Millimeter an der Preislinie: klein, aber wichtig für die Berechnung von Stop-Loss, Take-Profit und Positionsgröße.


Wie funktioniert ein Pip?


Bei den meisten Märkten gilt:

  • 1 Pip = die vierte Nachkommastelle
    Beispiel EUR/USD:
    1.1200 → 1.1201 = 1 Pip


Bei Indizes wie dem Nasdaq (USTEC) ist es etwas anders:

  • 1 Pip entspricht 1 Punkt Bewegung des Index.
    Beispiel:
    Nasdaq steigt von 15.000 → 15.001 = 1 Pip


Bei Gold (XAUUSD):

  • 1 Pip entspricht 0,10 USD (1 Dezimalstelle)
    Beispiel:
    Gold steigt von 2.000,0 → 2.000,1 = 1 Pip



Warum sind Pips wichtig?

Pips sind entscheidend für:

  • Stop-Loss-Berechnung
  • Take-Profit-Berechnung
  • Positionsgrößen-Bestimmung
  • Risiko-Management


Beispiele:

  • „SL = 100 Pips“
  • „TP = 200 Pips“
  • „Der ATR liegt bei 20 Pips“

Das Verständnis von Pips ist wichtig, weil Broker, Plattformen und viele Tools mit ihnen rechnen.



Pip-Wert

Der Wert eines Pips in Euro oder USD hängt ab von:

  • der Positionsgröße (Lots)
  • dem gehandelten Markt
  • der Kurswährung


3. Handel an der Börse

 

3.1. Long / Short Trading

Wenn du im Trading aktiv bist, kannst du nicht nur von steigenden Kursen profitieren, sondern auch dann Gewinne erzielen, wenn die Preise fallen. Grundsätzlich unterscheidet man dabei zwischen zwei Handelsrichtungen: Long und Short.


Long-Trading

„Long gehen“ bedeutet, dass du auf steigende Kurse setzt.
In diesem Fall kaufst du einen Basiswert, etwa eine Aktie, einen Rohstoff oder einen CFD – mit der Absicht, ihn später zu einem höheren Preis wieder zu verkaufen.

Beispiel:
Du kaufst Gold bei 2.300 USD, weil du erwartest, dass der Preis auf 2.350 USD steigt. Sollte der Kurs tatsächlich zulegen, erzielst du entsprechend Gewinn.


Short-Trading

„Short gehen“ heißt, du setzt auf fallende Kurse – also genau das Gegenteil einer Long-Position.
Dies geschieht über den sogenannten Leerverkauf (Short Selling). Dabei verkaufst du einen Vermögenswert, den du gar nicht besitzt, in der Erwartung, ihn später günstiger zurückkaufen zu können.

 

3.2. Was ist ein Leerverkauf?

Der Ablauf sieht vereinfacht so aus:

  1. Dein Broker leiht dir den Basiswert (zum Beispiel eine Aktie).
  2. Du verkaufst diesen Wert sofort zum aktuellen Marktpreis.
  3. Fällt der Kurs, kannst du denselben Wert später günstiger zurückkaufen, an den Broker zurückgeben; die Differenz ist dein Gewinn.


Beispiel:

Du gehst bei einer Aktie bei 100 € short. Später fällt der Kurs auf 90 €. Du kaufst sie zurück und erzielst 10 € Gewinn pro Aktie.
Steigt der Kurs dagegen, entsteht ein Verlust – denn du musst den Basiswert teurer zurückkaufen, als du ihn verkauft hast.

  • Long: Kaufen und später teurer verkaufen → du setzt auf steigende Kurse.
  • Short: Verkaufen und später günstiger zurückkaufen → du setzt auf fallende Kurse.

 

3.3. Was sind die gängigsten Assets?

Bevor du mit dem Trading startest, ist es wichtig zu verstehen, was du überhaupt handeln kannst.
Alle handelbaren Werte werden unter dem Begriff „Assets“ – also Vermögenswerte – zusammengefasst. Ein Asset ist im Grunde jedes Produkt, dessen Preis sich verändert und das du kaufen oder verkaufen kannst, um daraus einen Gewinn zu erzielen.

Zu den gängigsten Asset-Arten gehören:

  • Aktien – Anteile an Unternehmen
  • Indizes – Zusammenfassungen mehrerer Aktien, z. B. DAX oder S&P 500
  • Rohstoffe – etwa Gold, Öl oder Kupfer
  • Devisen (Forex) – Währungspaare wie EUR/USD oder GBP/JPY
  • Kryptowährungen – zum Beispiel Bitcoin oder Ethereum

Jede dieser Anlageklassen hat ihre eigenen Eigenschaften, Chancen und Risiken. Deshalb ist es entscheidend, dass du dich zunächst mit den Grundlagen der Märkte vertraut machst, bevor du echtes Geld investierst.

 

Bevor du dich für einen bestimmten Markt entscheidest, solltest du unbedingt prüfen, ob dein Broker die gewünschten Assets überhaupt anbietet.
Nicht jeder Anbieter ermöglicht den Handel mit allen Märkten. Manche Broker spezialisieren sich beispielsweise auf Aktien und Indizes, während andere den Schwerpunkt auf Forex oder Kryptowährungen legen.

Gerade für Einsteiger ist es wichtig, dass der Broker:

  • die Märkte unterstützt, die du handeln möchtest,
  • faire Spreads und niedrige Gebühren anbietet,
  • und dir den Zugang zu einem Demokonto ermöglicht, um Strategien risikofrei zu üben.

Beispiel:
Wenn du Swing-Trading mit Rohstoffen oder Indizes lernen möchtest, brauchst du einen Broker, der CFDs auf Gold, Öl oder Indizes anbietet.

 

3.4. Was sind CFD´s?

CFD steht für „Contract for Difference“, also Differenzkontrakt.
Ein CFD ist ein Finanzinstrument, mit dem du auf Kursbewegungen eines Basiswerts (z. B. einer Aktie, eines Index, einer Währung oder eines Rohstoffs) spekulieren kannst, ohne den Basiswert selbst zu besitzen.

Der CFD spiegelt den Preis des echten Wertes 1:1 wider. Wenn also der Goldpreis steigt, steigt auch der Preis des Gold-CFDs im gleichen Verhältnis – und umgekehrt.
Das macht den Handel für dich viel einfacher, denn du musst dich nicht um den physischen Kauf oder Besitz des eigentlichen Produkts kümmern. Du handelst stattdessen nur die Kursbewegung – also den Unterschied zwischen dem Preis beim Einstieg und beim Ausstieg.


Warum CFDs besonders für Anfänger interessant sind:

  1. Einfache Funktionsweise:
    Du setzt lediglich auf die Richtung des Marktes – steigende oder fallende Kurse. Dadurch lernst du schnell, wie Marktbewegungen funktionieren, ohne dich mit physischen Käufen beschäftigen zu müssen.
  2. Hebelwirkung (Leverage):
    CFDs ermöglichen es dir, mit einem kleinen Kapitaleinsatz größere Positionen zu bewegen. Das verstärkt zwar auch das Risiko, bietet aber gleichzeitig die Chance, schon mit geringem Startkapital aktiv zu traden und Erfahrung zu sammeln. Ich gehe später im Lern-Programm noch deutlich ausführlicher auf Hebelwirkung ein.
  3. Zugang zu vielen Märkten:
    Über einen einzigen CFD-Broker kannst du eine Vielzahl von Märkten handeln – Aktien, Indizes, Devisen, Rohstoffe und mehr. Das macht CFDs zu einer sehr flexiblen und vielseitigen Möglichkeit, verschiedene Märkte kennenzulernen.
  4. Lernfaktor:
    CFDs sind ideal, um den Handel strategisch zu trainieren. Besonders in Kombination mit einem Demokonto kannst du lernen, wie Orders funktionieren, wie du dein Risiko steuerst und wie sich Hebel auf dein Kapital auswirken.


Gerade für Einsteiger bieten CFDs also einen übersichtlichen, schnellen und vielseitigen Einstieg in die Welt des Tradings. Wichtig ist jedoch, dass du dich mit dem Risiko des Hebeleffekts vertraut machst – denn dieser kann Gewinne ebenso vergrößern wie Verluste.
Ein verantwortungsvoller Umgang mit Positionsgrößen und Stop-Loss-Orders ist deshalb unerlässlich.


3.5. In welchen Märkten sollten Anfänger handeln?

Als Einsteiger ist es wichtig, zunächst mit übersichtlichen und gut nachvollziehbaren Märkten zu beginnen.
Dein Ziel sollte nicht sein, sofort in allen Märkten aktiv zu werden, sondern die Bewegungen und Zusammenhänge von Kursen zu verstehen. Erst wenn du erkennst, warum sich Preise in bestimmte Richtungen entwickeln, kannst du fundierte Entscheidungen treffen.

 

Warum Forex und Krypto für Einsteiger schwieriger sind

Viele Anfänger fühlen sich zunächst von Forex (Devisenmarkt) und Kryptowährungen angezogen, weil diese Märkte rund um die Uhr geöffnet sind und oft mit schnellen, großen Bewegungen werben.
Doch gerade das macht sie besonders anspruchsvoll.

Im Forex-Markt können bereits kleinere Änderungen bei Wirtschaftsdaten oder politischen Ereignissen zu plötzlichen, starken Kursbewegungen führen. Ohne Erfahrung kann es leicht passieren, dass du aus einer Position „herausgeschüttelt“ wirst, bevor sich dein geplanter Trend überhaupt entfalten kann.

Oft verhält es sich bei Kryptowährungen ähnlich: Diese Märkte reagieren oft emotional und unberechenbar. Eine einzige Nachricht auf Social Media oder eine politische Entscheidung kann den Kurs innerhalb weniger Stunden drastisch verändern.


Ruhigere Märkte, etwa Aktien großer Unternehmen, breite Indizes oder Rohstoffe sind wesentlich besser geeignet, um das Handwerk des Tradings strukturiert und methodisch zu erlernen.

Hier kannst du dich auf Analyse, Strategie und Risikomanagement konzentrieren, ohne von hektischen Marktphasen aus dem Konzept gebracht zu werden.

Selbst für erfahrene Trader ist es oft eine Herausforderung, in stark schwankenden (volatilen) Märkten ruhig und diszipliniert zu bleiben. Die ständigen Kursbewegungen wecken Emotionen wie Angst und Gier, die leicht dazu führen können, impulsiv zu handeln statt überlegt und nach Plan.

4. Orderarten und Handelsausführung

 

4.1. Was sind Orders?

Eine Order ist nichts anderes als eine Anweisung an deinen Broker, unter bestimmten Bedingungen einen Kauf oder Verkauf durchzuführen.
Der entscheidende Punkt ist: Du bestimmst selbst, wann und wie deine Order ausgeführt wird. So kannst du gezielter in den Markt einsteigen oder dich besser vor unerwarteten Kursbewegungen schützen.

Die verschiedenen   Order-Arten lassen sich sowohl für den Einstieg als auch für den Ausstieg einer Position verwenden. Du kannst also festlegen, wann du in den Markt gehst und wann du wieder heraus willst – etwa, um Gewinne mitzunehmen oder Verluste automatisch zu begrenzen.

So nutzt du dieselben Grundmechanismen nicht nur für den Einstieg, sondern auch für dein Risiko- und Trade-Management.

 

4.2. Welche Ordertypen sollte ich verwenden?

Market-Order

Die Market-Order ist die einfachste und schnellste Variante: Du kaufst oder verkaufst sofort zum aktuellen Marktpreis.
Vorteil: Sofortige Ausführung deiner Order.
Nachteil: Der Preis kann sich in Sekundenschnelle verändern – du erhältst also nicht immer exakt den Kurs, der auf dem Bildschirm steht.
Typischer Einsatz: Wenn du schnell in den Markt einsteigen oder eine Position schließen möchtest.


Limit-Order

Mit einer Limit-Order legst du im Voraus fest, zu welchem Preis du kaufen oder verkaufen möchtest.

  • Buy Limit: Kauf unterhalb des aktuellen Marktpreises.
  • Sell Limit: Verkauf oberhalb des aktuellen Marktpreises.

Die Order wird nur dann ausgeführt, wenn der Markt deinen festgelegten Preis erreicht oder über-/unterschreitet.
Typischer Einsatz: Wenn du auf einen besseren Einstieg wartest oder ein Kursziel zur Gewinnmitnahme bestimmt hast.


Stop-Order

Eine Stop-Order tritt erst in Kraft, wenn ein bestimmtes Preisniveau erreicht wird. Ab diesem Punkt wird sie automatisch zu einer Market-Order.

  • Buy Stop: Kauf oberhalb des aktuellen Kurses (z. B. bei einem Ausbruch nach oben).
  • Sell Stop: Verkauf unterhalb des aktuellen Kurses (z. B. zur Verlustbegrenzung oder bei fallenden Märkten).

Typischer Einsatz: Für Strategien beim Ausbruchstrading oder zum Absichern deiner Position.


 Merksatz:

  • „Limit“ wartet auf einen besseren Preis.
  • „Stop“ reagiert, wenn der Markt einen bestimmten Punkt erreicht.

Bevor du mit dem Trading startest, solltest du unbedingt prüfen, ob dein Broker die Order-Arten anbietet, mit denen du handeln möchtest. Nicht jeder Anbieter stellt alle Ordertypen zur Verfügung.


In unserer Swing-Trading-Strategie handeln wir übrigens ausschließlich mit Stop-Ordern. Welcher Order-Typ der richtige ist, kommt immer auf die Strategie und das Ziel an.


4.3. Stop-Loss & Take-Profit

Beim Trading geht es vor allem auch darum, Verluste zu begrenzen und Gewinne gezielt mitzunehmen.
Dazu dienen zwei zentrale Werkzeuge: der Stop-Loss und der Take-Profit.
Beide sind automatische Orders, die du bereits vor dem Einstieg festlegen und – solange deine Position offen ist – jederzeit anpassen kannst. So kann dein Broker die Position exakt nach deinem Plan schließen – ganz gleich, ob der Markt fällt oder steigt. Vorteil: Du musst nicht permanent den Kursverlauf beobachten, um dein Risiko im Griff zu behalten.

Der bekannte Stop-Loss ist dabei eine Stop-Order, die du in deiner Kauf- oder Verkaufsposition platzierst. Er schließt deine offene Position, wenn der Kurs ein bestimmtes Preisniveau erreicht und begrenzt so deine Verluste.
Der
Take-Profit hingegen ist eine Limit-Order, die deine Position automatisch schließt, sobald dein gewünschtes Gewinnziel erreicht ist.


Stop-Loss richtig nutzen


Beispiel:

Du kaufst Gold bei 2.000 USD und setzt deinen Stop-Loss bei 1.990 USD.
Fällt der Kurs auf 1.990 USD, wird deine Position automatisch geschlossen und dein Verlust bleibt auf diesen Betrag begrenzt.


Wichtig:

·      Der Stop-Loss (SL) ist elementar für dein Risikomanagement. Er verhindert, dass ein einzelner Trade dein Konto stark belastet.

·      Er ist ein fester Bestandteil jeder professionellen Strategie.

·      Der Stop-Loss sollte nicht willkürlich, sondern auf Basis deiner Marktanalyse gesetzt werden. In einigen Strategien wird er unterhalb oder oberhalb eines wichtigen Hochs oder Tiefs im Kurs platziert.

 

Was ist ein Take-Profit?

Der Take-Profit (TP) ist das Gegenstück zum Stop-Loss.
Er sorgt dafür, dass deine Position automatisch mit Gewinn geschlossen wird, sobald dein vorher definiertes Kursziel erreicht ist.


Beispiel:

Du kaufst eine Aktie bei 100 € und setzt deinen Take-Profit bei 105 €.
Steigt der Kurs auf 105 €, wird die Position automatisch geschlossen – dein Gewinn ist gesichert, auch wenn der Markt danach wieder fällt.


Wichtig:

·      Der Take-Profit verhindert, dass du Gewinne wieder verlierst, wenn sich der Markt plötzlich dreht.

·      Er hilft dir, diszipliniert Gewinne mitzunehmen, statt aus Gier zu lange im Markt zu bleiben.

·      Auch er sollte auf Basis von Analyse gesetzt werden, z. B. an einem technischen Kurs-Widerstand oder im Verhältnis zum Risiko deines Stop-Loss.

 

Warum Stop-Loss und Take-Profit so wichtig sind

Ohne feste Ausstiegsregeln handelst du emotional statt strategisch – du hoffst, statt zu planen.
Ein Stop-Loss schützt dich vor großen Verlusten, während ein Take-Profit verhindert, dass du bereits erzielte Gewinne wieder abgibst.

Gemeinsam sorgen beide dafür, dass dein Trading planbar, strukturiert und diszipliniert bleibt.
Schon vor dem Einstieg weißt du:

·      wie viel du riskierst,

·      wie viel Gewinn du erzielen kannst,

·      und bei welchem Preis dein Trade beendet wird.

Das schafft Sicherheit, Kontrolle und Vertrauen in deinen Handelsprozess.

 

Kurz:

·      Stop-Loss = Verlustbegrenzung → dein Sicherheitsnetz

·      Take-Profit = Gewinnsicherung → dein Zielpunkt

·      Beide Orders sind unverzichtbar → kein professioneller Trader handelt ohne sie.

 

Übersicht der wichtigsten Order-Begriffe


5. Hebel, Margin und Risiko



5.1. Hebelwirkung erklärt

Die sogenannte Hebelwirkung – auf Englisch Leverage – zählt zu den mächtigsten, aber auch riskantesten Werkzeugen im Trading.
Ein Hebel ermöglicht es dir, mit einem kleinen eigenen Kapitaleinsatz eine deutlich größere Position zu bewegen.

Beispiel:
Mit einem Hebel von 1:10 kannst du mit nur 1.000 € Einsatz eine Position im Wert von 10.000 € kontrollieren. Der Broker „leiht“ dir dabei das restliche Kapital.
So lassen sich potenzielle Gewinne vervielfachen – allerdings gilt das Gleiche auch für Verluste. Deshalb ist es entscheidend, genau zu verstehen, wie Hebel funktionieren und wann sie sinnvoll eingesetzt werden können.


Warum Trader mit Hebel arbeiten

Trader nutzen Leverage, um ihr Kapital effizienter einzusetzen und auch mit kleineren Konten Zugang zu großen Märkten zu bekommen. Besonders in Forex-, Rohstoff- und Indexmärkten gehört der Hebel zum Alltag.


Beispiele:

  • Im Forex-Handel sind Kursbewegungen meist sehr klein. Mit einem Hebel lassen sich diese Bewegungen „verstärken“, damit sich auch kleine Preisänderungen stärker im Gewinn oder Verlust bemerkbar machen.
  • Im Rohstoffhandel – etwa bei Gold oder Öl – ermöglicht der Hebel, Positionen zu eröffnen, die sonst ein sehr hohes Kapital erfordern würden.

Hebel können also ein sinnvolles Instrument sein, um die Renditechancen zu erhöhen, besonders in Märkten mit geringer Volatilität. Dennoch sollte man immer bedenken: Der Hebel verändert die Wirkung jeder Marktbewegung auf dein Konto – im Positiven wie im Negativen.


5.2. Risiken der Hebelwirkung

Der Hebel ist ein zweischneidiges Schwert. Er kann Gewinne multiplizieren, aber auch Verluste massiv beschleunigen. Schon kleine Marktbewegungen können große Auswirkungen auf dein Konto haben.


Beispiel:

  • Ohne Hebel (1:1) → Der Kurs fällt um 1 % → dein Verlust beträgt 1 %.
  • Mit Hebel (1:10) → Der Kurs fällt um 1 % → dein Verlust beträgt 10 %.

Je höher also der Hebel, desto schneller kann dein Konto wachsen – oder eben schrumpfen.
Wird der Hebel zu hoch angesetzt, droht sogar ein Totalverlust, wenn du keine Stop-Loss-Order gesetzt hast.

In extremen Marktsituationen kann es zudem zu Negativsalden kommen – du würdest also mehr verlieren, als du eingezahlt hast. Viele moderne Broker bieten deshalb einen sogenannten Negativsaldoschutz, um dieses Risiko zu vermeiden.


Ein Hebel ist kein Werkzeug, um schnell reich zu werden, sondern ein Instrument zur Kapitalsteuerung, das nur mit Verantwortungsbewusstsein und klarem Risikomanagement eingesetzt werden sollte.


Overnight-Gebühren (Swaps)

Wenn du eine gehebelte Position über Nacht hältst, entstehen sogenannte Overnight- oder Swap-Gebühren.
Diese entstehen, weil der Broker dir für das „geliehene Kapital“ Zinsen berechnet.

  • Die Gebühr fällt täglich an, solange du die Position offen hältst.
  • Sie kann positiv oder negativ ausfallen – je nach Handelsrichtung (Long oder Short) und aktuellen Zinssätzen.
  • Besonders im Swing-Trading, wo Positionen oft mehrere Tage laufen, können diese Kosten merklich ins Gewicht fallen.


Mit dem Swap-Rechner von Next-Swing kannst du deine Übernacht-Gebühren planen und einschätzen.

Tipp:

Überprüfe vor jedem Trade im Handelsfenster deines Brokers, welche Overnight-Gebühren für das gewählte Instrument gelten. So vermeidest du unerwartete Kosten, wenn du Positionen länger hältst.


Unterschiede nach Markt und Regulierung

Die maximale Hebelgröße hängt sowohl vom gehandelten Asset als auch von der Regulierung des Brokers ab.

In der EU gelten laut ESMA-Richtlinien folgende Limits für Privatkunden:

  • Hauptwährungspaare → max. 1:30
  • Nebenwährungspaare, Gold, Indizes → max. 1:20
  • Einzelaktien → max. 1:5
  • Kryptowährungen → max. 1:2

Diese Beschränkungen sollen sicherstellen, dass Privatanleger vor übermäßigem Risiko geschützt werden.

 

5.3. Hebelwirkung berechnen

Die Hebelwirkung beschreibt das Verhältnis zwischen deinem eingesetzten Kapital und der tatsächlichen Größe deiner gehandelten Position.
Sie zeigt also, wie stark dein Einsatz durch den Hebel vergrößert wird – oder anders gesagt: wie viel mehr Kapital du am Markt bewegst, als du selbst investiert hast.


Die Formel lautet:

Beispiel:

Du möchtest eine Position im Wert von 10.000 € eröffnen und dein Broker verlangt dafür eine Margin (Eigenkapital) von 1.000 €.


Du handelst also mit einem Hebel von 1:10.
Wenn der Markt um 1 % steigt, machst du 10 % Gewinn auf dein eingesetztes Kapital –
fällt der Markt um 1 %, verlierst du 10 %.


Beispiel mit Gewinn und Verlust:

  • Positionsgröße: 10.000 €
  • Hebel: 1:10
  • Margin: 1.000 €

Der Kurs steigt um 2 % → Positionswert = 10.200 €
→ Gewinn = 200 €, also +20 % auf deine Margin.

Der Kurs fällt um 2 % → Positionswert = 9.800 €
→ Verlust = 200 €, also –20 % auf deine Margin.

Beispiel ohne Hebel zum Vergleich:

  • Positionsgröße: 1.000 €
  • Kein Hebel (1:1)
  • Kurs steigt um 2 % → Gewinn = 20 €
  • Kurs fällt um 2 % → Verlust = 20 €

Hier siehst du deutlich, wie der Hebel die Wirkung verstärkt:
Mit Hebel 1:10 werden aus denselben 2 % Kursveränderung +20 % oder –20 % auf dein Konto.

Der Hebel erhöht nicht deine Chance, mit einem Trade richtigzuliegen – er vergrößert lediglich das Ergebnis deines Handelns. Gewinne wie auch Verluste fallen dadurch stärker aus.
Daher sollte Leverage (Hebelwirkung)     immer mit Bedacht und nur in Kombination mit einem klaren
Risiko-Management eingesetzt werden, um dein Kapital wirksam zu schützen.

5.4. Was ist Margin?

Wenn du mit Hebelwirkung (Leverage) handelst, musst du nicht den gesamten Positionswert selbst aufbringen. Stattdessen hinterlegst du nur einen Teil des Handelsvolumens als Sicherheitsleistung, die man Margin nennt.

Die Margin berechtigt dich, eine Position zu eröffnen, und dient gleichzeitig als Sicherheitsreserve, um mögliche Verluste teilweise abzudecken.
Der Broker stellt dir daraufhin das restliche Kapital zur Verfügung, sodass du eine größere Position bewegen kannst, als dein eigenes Konto eigentlich zulassen würde.

5.5. Margin-Anforderung

Die Marginanforderung (engl. margin requirement) gibt an, wie viel Prozent des gesamten Handelsvolumens du als Sicherheitsleistung hinterlegen musst, um eine Position zu eröffnen.


Beispiel:

Du möchtest eine EUR/USD Position im Wert von 10.000 € eröffnen, und dein Broker weist für das Handelssymbol EUR/USD eine Margin-Anforderung von 10 % aus.
Das bedeutet: Du musst 1.000 € aus deinem eigenen Kapital hinterlegen, während der Broker dir die restlichen 9.000 € „leiht“.

Kurz: Du benötigst mindestens 1.000 € eigenes Kapital, um eine 10.000 € Position zu eröffnen.

Die Margin ist vorübergehend gebundenes Kapital.
Solange deine Position offen ist, bleibt sie als Sicherheitsleistung beim Broker hinterlegt.
Sobald du den Trade schließt, wird die Margin automatisch wieder freigegeben und steht dir anschließend für neue Positionen oder Auszahlungen zur Verfügung.

5.6. Margin-Rechner

Mit dem Marginrechner kannst du schnell und einfach berechnen, wie viel Margin (Sicherheitsleistung) dein Broker für einen geplanten Trade benötigt.

Du wählst dazu:

  • das gewünschte Handelssymbol (z. B. S&P 500, Nasdaq 100, Gold oder EUR/USD),
  • deine Kontowährung (EUR oder USD),
  • den verwendeten Hebel,
  • die Tradegröße in Lots,
  • sowie den aktuellen Marktpreis des Instruments
    (bei EUR-Konten zusätzlich den aktuellen 
    EUR/USD-Kurs).

Nach einem Klick auf „Berechnen“ zeigt dir der Rechner die benötigte Margin, also den Betrag, den dein Broker als Sicherheit für die Position blockiert.

Der Rechner hilft dir dabei,

  • die Auswirkungen von Hebel und Positionsgröße besser einzuschätzen,
  • dein Risikomanagement sauber zu planen,
  • und vor dem Einstieg zu prüfen, ob ausreichend freies Kapital vorhanden ist.


5.7. Schutz vor Margin Call und Liquidationsgrenze

Wenn sich der Markt gegen dich bewegt, verliert deine Position an Wert – und damit sinkt auch dein verfügbares Guthaben auf dem Handelskonto.
Wird dieser Rückgang zu groß, kann dein Broker eine Warnung ausgeben: den sogenannten Margin Call.

Ein Margin Call bedeutet, dass dein Konto nicht mehr genügend freie Margin besitzt, um deine offenen Positionen abzusichern.
Der Broker fordert dich in diesem Fall auf, zusätzliches Geld einzuzahlen, um wieder über die erforderliche Mindestmargin zu kommen.


Beispiel:

Du hast 1.000 € auf deinem Handelskonto und eröffnest eine Position, für die dein Broker 800 € Margin als Sicherheit einbehält.
Diese 800 € sind nun gebunden und stehen dir nicht mehr frei zur Verfügung.

Wenn sich der Markt nun gegen dich entwickelt und dein Kontostand auf 900 € fällt, bleiben nur noch 100 € freie Margin übrig.
Dein sogenanntes Margin-Level liegt nun bei 112,5 % (900 € ÷ 800 € × 100).
Das ist bereits ein Warnsignal, denn dein Sicherheitsabstand wird kleiner.

Erreicht dein Konto ein Margin-Level von 100 %, bedeutet das:
Dein gesamtes Guthaben reicht gerade noch aus, um die offene Position zu halten – es bleibt kein Sicherheitspuffer mehr.
Bewegt sich der Markt dann weiter gegen dich, beginnt dein Broker automatisch, Positionen zu schließen, um dich vor noch größeren Verlusten zu schützen.
Dieser kritische Punkt wird als Stop-Out-Level oder Liquidationsgrenze bezeichnet.

 

So schützt du dich vor einem Margin Call:

  1. Setze immer Stop-Loss-Orders, um Verluste rechtzeitig zu begrenzen.
  2. Halte genügend freie Margin auf deinem Konto, also Kapital, das nicht durch offene Positionen gebunden ist.
  3. Informiere dich vor jedem Trade über die jeweilige Margin-Anforderung und den Hebel, mit dem du handelst.
  4. Überwache regelmäßig dein Margin-Level im Handelsfenster deines Brokers – es ist dein Frühwarnsystem.


5.8. Margin Level

Das Margin-Level gehört zu den wichtigsten Kennzahlen in deinem Trading-Konto.
Es zeigt dir auf einen Blick, wie viel Puffer du noch hast, bevor dein Broker eingreifen und Positionen automatisch schließen könnte.
Ein hoher Margin-Level bedeutet Sicherheit – ein niedriger Wert hingegen warnt dich, dass dein Konto unter Druck gerät.

Berechnet wird es mit folgender Formel:


Ein hohes Margin-Level bedeutet, dass du noch viel Reserve hast – ein niedriges Level zeigt, dass dein Konto unter Druck gerät.

Tipp:

Halte dein Margin-Level immer über 300%, um gegen größere Kursschwankungen abgesichert zu sein.


Beispiel in Zahlen:

·      Kontostand (Equity): 900

·      Genutzte Margin: 800 

Das bedeutet: Dein Konto steht kurz vor der kritischen Grenze. Du hast kaum noch Spielraum, und schon kleine Kursbewegungen könnten zu einer Zwangsschließung führen.



Wichtige Begriffe zusammengefasst

6. Gebühren und Brokerwahl

 

 

6.1. Welche Gebühren gibt es im Trading?

Beim Trading entstehen verschiedene Kosten und Gebühren, die viele Einsteiger anfangs unterschätzen.
Diese Ausgaben wirken sich direkt auf deinen Gewinn oder Verlust aus – und sollten deshalb von Beginn an klar verstanden werden.

Je nach Broker, Markt und Handelsinstrument können unterschiedliche Gebührenarten anfallen, zum Beispiel:


  • Spread (Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis)
  • Kommissionen (feste oder prozentuale Handelsgebühr)
  • Swap-Gebühren (Kosten für das Halten über Nacht)
  • Ein- und Auszahlungsgebühren
  • Inaktivitätsgebühren (bei längerer Nichtnutzung des Kontos)


Beim Vergleich verschiedener Broker solltest du nicht nur auf niedrige Spreads oder attraktive Hebelangebote achten, sondern auch auf mögliche versteckte Zusatzkosten.
Ein erfahrener Trader kennt seine Kostenstruktur bis ins Detail, denn nur wer genau weiß, wie viel jeder einzelne Trade wirklich kostet, kann seine Handelsstrategie langfristig profitabel und realistisch planen.

Prüfe unbedingt vor dem Traden, welche Gebühren dein Broker erhebt. Sieh dir unseren Broker-Vergleich am Ende dieses Abschnitts an, um den günstigsten und passendsten Broker für dich zu finden.

Ein erfolgreicher Trader achtet also nicht nur auf den Kurs, sondern auch auf die Handelskosten, da sie langfristig einen erheblichen Unterschied machen können.

 

6.2. Was ist der Spread?
Der Spread bezeichnet die Differenz zwischen dem Kaufpreis (Ask) und dem Verkaufspreis (Bid) eines Vermögenswerts.
Er stellt sozusagen die Grundgebühr jedes Trades dar und fällt automatisch an, sobald du eine Position eröffnest – unabhängig davon, ob dein Trade am Ende im Gewinn oder Verlust endet.

Beispiel:
Wenn EUR/USD bei 1,1000 / 1,1002 notiert, beträgt der Spread 0,0002 oder 2 Pips.
Das bedeutet: Sobald du den Trade eröffnest, startest du mit einem kleinen Minus – nämlich genau in Höhe des Spreads.


Was du beachten solltest:

  • Enge Spreads sind günstiger und typisch bei liquiden Märkten (z. B. EUR/USD oder DAX).
  • Breite Spreads findest du oft bei weniger gehandelten Märkten oder in volatilen Phasen.
  • Achte darauf, welche Spreads dein Broker anbietet


Ein niedriger Spread ist besonders wichtig, wenn du kurzfristig handelst (Daytrading), da du häufiger ein- und aussteigst.


6.3. Kommissionen

Zusätzlich zum Spread erheben viele Broker eine sogenannte Kommission (engl. commission).
Dabei handelt es sich um eine feste oder prozentuale Gebühr, die bei jedem Trade anfällt – also beim Öffnen und/oder Schließen einer Position.

Diese Kosten kommen zusätzlich zum Spread hinzu und richten sich in der Regel nach deinem Handelsvolumen.


Beispiel:
Ein Broker verlangt eine Kommission von 0,1 %.
Eröffnest du eine Position im Wert von 10.000 €, zahlst du beim Einstieg 10 € Gebühr.
Schließt du die Position später wieder, wird die gleiche Gebühr erneut berechnet – also insgesamt 20 € für diesen Trade; das ist dann eine Full-turn-Gebühr.

Was du beachten solltest:

  • Achte darauf, ob dein Broker die Kommission pro Seite („Half Turn“) oder pro Round Turn („Full Turn“) berechnet – das kann in der Gesamtsumme einen deutlichen Unterschied machen.
  • Für aktive Trader oder Scalper, die viele Positionen pro Tag eröffnen und schließen, können sich Kommissionen schnell zu einem spürbaren Kostenfaktor entwickeln.
  • „Kommissionsfrei“ bedeutet nicht automatisch günstiger – häufig ist die Gebühr in diesem Fall einfach im Spread versteckt.
  • Um die tatsächlichen Kosten deines Handels zu beurteilen, solltest du immer die Gesamtkosten pro Trade (Spread + Kommission) vergleichen – nur so erkennst du, wie teuer dein Handel wirklich ist.


6.4. Swaps

Wenn du eine Position über Nacht offen hältst, fällt in der Regel eine sogenannte Swap-Gebühr an – manchmal erhältst du sie auch gutgeschrieben.
Diese Gebühr entsteht, weil du beim gehebelten Handel Kapital vom Broker „leihst“, um eine größere Position zu bewegen. Der Swap ist also im Grunde eine Finanzierungsgebühr, vergleichbar mit Zinsen.

Beispiel:
Du hältst eine Gold-Position über Nacht.
Abhängig von den aktuellen Marktzinsen und der Richtung deiner Position (Long oder Short) kann dein Broker entweder eine kleine Gebühr abbuchen oder dir einen Betrag gutschreiben.

 
Was du beachten solltest:

  • Swaps können sich über mehrere Nächte deutlich summieren, vor allem bei länger laufenden Positionen.
  • Am Mittwoch wird der Dreifach-Swap berechnet, um die Wochenendtage (Samstag und Sonntag) auszugleichen, da der Forex-Markt an diesen Tagen geschlossen ist.


Wenn du Swing-Trading betreibst oder Positionen über mehrere Tage hältst, solltest du die Swap-Kosten immer in deine Berechnung einbeziehen – sie wirken sich direkt auf dein Handelsergebnis aus und können bei langfristigen Trades einen spürbaren Unterschied machen.


Tipp: Nutze den
Swap-Rechner von Next-Swing, um deine Übernacht-Gebühren zu planen und einzuschätzen.

Zusammenfassung:

  • Spread = Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis
  • Kommission = feste oder prozentuale Handelsgebühr
  • Swap = tägliche Finanzierungskosten bei Übernacht-Positionen
  • Ein-/Auszahlung = je nach Methode manchmal gebührenpflichtig
  • Inaktivität = Gebühr bei längerer Handelspause


Weitere Gebührenarten:

Ein- und Auszahlungskosten

Einige, wenn auch wenige Broker erheben Gebühren für Ein- oder Auszahlungen, insbesondere bei bestimmten Zahlungsmethoden.
Während Banküberweisungen meist kostenlos sind, können bei Kreditkarten, E-Wallets oder internationalen Transaktionen zusätzliche Kosten entstehen.

 

Was du beachten solltest:

  • Überprüfe vor der Kontoeröffnung, welche Zahlungswege dein Broker anbietet und welche Gebühren damit verbunden sind.
  • Manche Broker verlangen eine feste Gebühr pro Auszahlung, andere erst ab einem bestimmten Mindestbetrag.


Inaktivitätsgebühr – Zahlen fürs Nichtstun

Wenn du dein Handelskonto über längere Zeit nicht aktiv nutzt, kann dein Broker eine sogenannte Inaktivitätsgebühr berechnen.
Damit soll verhindert werden, dass ungenutzte Konten dauerhaft offen bleiben und Verwaltungsaufwand verursachen.

Was du beachten solltest:

  • Die genauen Fristen und Beträge findest du immer in den Gebührenbedingungen deines Brokers.
  • Wenn du eine Handelspause planst, kannst du dein Konto oft pausieren oder dein Guthaben abheben, um diese Gebühren zu vermeiden.


Ein erfolgreicher Trader kennt nicht nur seine Strategien, sondern auch seine Kostenstruktur. Wer Gebühren im Blick behält, handelt bewusster, kalkulierter und langfristig profitabler.

7. Risiko- & Money-Management

 

 

7.1. Was ist Money-Management?
  Viele Einsteiger im Trading konzentrieren sich in erster Linie darauf, wie man Gewinne erzielt.
Erfahrene Trader wissen jedoch: Erfolg an der Börse bedeutet in erster Linie, Verluste zu begrenzen.

Das sogenannte Money-Management (auch Kapitalmanagement genannt) beschreibt, wie du dein Konto planst und dein Risiko steuerst, damit du auch nach einer Verlustserie weiterhin handlungsfähig bleibst.
Es geht darum, dein Kapital zu schützen, Risiken bewusst zu kalkulieren und Positionsgrößen so zu wählen, dass kein einzelner Trade dein Konto ernsthaft gefährdet.


Kurz gesagt:
Eine durchdachte Strategie entscheidet darüber, ob deine Marktanalyse richtig ist – ein solides Money-Management darüber, ob du langfristig am Markt bestehen kannst.


7.2. Chancen-Risiko-Verhältnis verstehen

Das Chancen-Risiko-Verhältnis zeigt, wie viel du im Verhältnis zu deinem Risiko (möglicher Verlust pro Trade) verdienen kannst.
Es wird berechnet als:

Beispiel:

-Gewinnziel (möglicher Gewinn pro Trade): 100€

-Risiko (möglicher Verlust pro Trade): 50€

Das bedeutet: Du riskierst 50 €, um 100 € zu gewinnen (oder 1 € um 2 € zu gewinnen) – also ein CRV von 2:1 (2,0)


Warum das entscheidend ist:

Selbst wenn du nur in 50 % deiner Trades richtig liegst, bleibst du profitabel, weil dein Gewinn doppelt so groß ist wie dein Verlust.


Richtwert für Einsteiger:
Ziele auf ein CRV von mindestens 1,5:1 (1,5) ab.
So bleibst du auch mit einer durchschnittlichen Trefferquote langfristig im Plus.

Das Chancen-Risiko-Verhältnis (CRV) kann auf unterschiedliche Weise angegeben werden – zum Beispiel als 2,0 oder 2:1. Beide Schreibweisen bedeuten dasselbe: Du gehst ein Risiko von 1 Einheit ein, um eine Chance auf 2 Einheiten Gewinn zu erhalten.


Mit dem CRV-Rechner von Next-Swing kannst du ganz einfach das Chance-Risiko-Verhältnis für deine Trades berechnen.

Fazit:
Technisches Wissen bringt dich in den Markt – Money-Management hält dich dort.
Wer lernt, Risiken zu steuern, statt sie zu vermeiden, legt das Fundament für dauerhaften Erfolg im Trading.





7.3. Wie viel Risiko pro Trade ist sinnvoll?

Bevor du einen Trade eingehst, musst du genau wissen, wie viel deines Kapitals du maximal riskieren willst.
Der wichtigste Grundsatz lautet:

Riskiere pro Trade niemals mehr als 1–2 % deines gesamten Kontos.


Beispiel:

  • Kontogröße: 5.000 €
  • Risiko pro Trade: 1 % = 50 €

Selbst wenn ein Trade fehlschlägt, verlierst du nur 50 € – ein überschaubarer Betrag, der dich emotional ruhig handeln lässt.


Warum das so wichtig ist:

  • Du bleibst emotional stabil, weil du keine Angst hast, dein Konto zu gefährden.
  • Auch mehrere Verlusttrades hintereinander können dein Konto nicht zerstören.
  • Du handelst disziplinierter, weil du weißt, dass jeder Verlust planbar und verkraftbar ist.


Bestimme zuerst deinen Stop-Loss, dann berechne daraus deine Positionsgröße – und erst danach suchst du deinen Einstieg. Mit Hilfe des
Positionsgrößenrechnersvon Next-Swing weißt du immer genau, wie hoch deine Positionsgröße (in Lot) sein muss, um dein Risiko einzuhalten.


7.4. Drawdowns und Kontoschutz

Ein „Drawdown“ beschreibt eine Abwärtsbewegung deines Kapitals, also wie stark dein Konto vom bisherigen Höchststand gefallen ist.


Beispiel:
Wenn dein Konto von 10.000 € auf 9.000 € sinkt, beträgt dein Drawdown 10 %.

Drawdowns sind normal, werden aber gefährlich, wenn sie zu tief ausfallen, denn je größer der Verlust, desto schwerer ist es, ihn wieder auszugleichen:

Wenn du also 50 % deines Kapitals verlierst, musst du 100 % Gewinn erzielen, um wieder auf den Ausgangswert zu kommen – ein riesiger Kraftakt.


So schützt du dein Konto:

  1. Begrenze dein Risiko pro Trade konsequent auf maximal 1–2 %.
  2. Vermeide viele offene Positionen gleichzeitig.
  3. Beende verlustreiche Trades rechtzeitig, statt sie auszusitzen.
  4. Sichere regelmäßig Gewinne, um Kapital neu zu verteilen.


Trading ist kein Sprint, sondern ein Marathon.
Das Ziel ist langfristig am Markt zu bleiben, indem du dein Kapital schützt.

8. Trading-Psychologie und Disziplin



8.1. Was ist Trading-Psychologie?

Trading ist weit mehr als das bloße Analysieren von Charts, Strategien und Zahlen – es ist in erster Linie eine mentale Herausforderung.
Die Trading-Psychologie beschreibt, wie deine Gedanken, Emotionen und Verhaltensmuster deine Entscheidungen beim Handeln beeinflussen.

Selbst die ausgefeilteste Strategie kann scheitern, wenn du in stressigen Momenten impulsiv reagierst, Verluste aussitzt oder Gewinne zu früh realisierst.
Deshalb gilt: Langfristiger Erfolg an der Börse hängt nicht nur davon ab, was du weißt, sondern vor allem davon, wie du denkst und reagierst, wenn der Markt dich emotional fordert.


8.2. Worauf es psychologisch beim Traden ankommt

Ein erfolgreicher Trader unterscheidet sich von einem Anfänger nicht nur durch Wissen oder Erfahrung, sondern durch Selbstbeherrschung, Disziplin und emotionale Stabilität.
Die folgenden psychologischen Faktoren sind entscheidend für deinen Erfolg:


1. Emotionale Stabilität
Kursbewegungen lösen ständig Gefühle wie Freude, Angst, Hoffnung oder Frustration aus.
Lerne, deine Emotionen bewusst wahrzunehmen, statt dich von ihnen leiten zu lassen. Du musst den Markt objektiv betrachten.


2. Geduld und Ausdauer
Gute Setups erscheinen nicht täglich. Ein disziplinierter Trader wartet auf klare Einstiegssignale und handelt nicht aus Langeweile oder FOMO (Fear of Missing Out).
Er weiß: Weniger Trades bedeuten oft bessere Ergebnisse.


3. Vertrauen in die eigene Strategie
Wenn du eine getestete Strategie hast, bleibe ihr treu – auch in Verlustphasen.
Viele Anfänger scheitern, weil sie nach wenigen Rückschlägen ständig den Ansatz wechseln. Doch echte Konstanz entsteht nur durch Konsequenz und Vertrauen.


4. Akzeptanz von Verlusten
Verluste sind ein natürlicher Bestandteil des Tradings, so wie Kosten zum Geschäftsleben gehören.
Wer Verluste persönlich nimmt, neigt dazu, sie emotional zurückgewinnen zu wollen – und genau das führt fast immer zu noch größeren Fehlern.
Ein professioneller Trader akzeptiert Verluste, analysiert sie und bleibt ruhig.


8.3. Angst und Gier kontrollieren

Die beiden stärksten Emotionen im Trading sind Angst und Gier – und sie führen fast immer zu Fehlentscheidungen.


Angst
Angst zeigt sich häufig, wenn du:

  • Trades zu früh schließt, um kleine Gewinne zu sichern,
  • nicht einsteigst, obwohl dein Setup klar ist,
  • oder nach einem Verlusttag gar nicht mehr handelst.

Angst verhindert Chancen und führt dazu, dass du den Markt als Bedrohung wahrnimmst.


Was hilft:

  • Handle immer mit klar definiertem Risiko (z. B. fester Stop-Loss).
  • Halte dich immer an dein Risiko-Management
  • Führe ein Trading-Tagebuch, um deine Emotionen zu beobachten und Muster zu erkennen.


Gier
Gier entsteht, wenn du zu viel und zu schnell willst.
Sie führt dazu, dass du:

  • unüberlegt in Bewegungen einsteigst,
  • zu hohe Risiken eingehst,
  • oder nach Gewinnen weiterhandelst, obwohl du eigentlich aufhören solltest.

Gier vermittelt eine trügerische Kontrolle und lässt dich Regeln missachten – oft mit fatalen Folgen.
Langfristig zerstört sie mehr Konten als jede schlechte Strategie.


Was hilft:

  • Prüfe immer dein Setup, bevor du in den Markt einsteigst.
  • Akzeptiere, dass du nicht jede Marktbewegung mitnehmen kannst.
  • Betrachte Trading als langfristigen Prozess, nicht als kurzfristige Gewinnchance.


Viele Einsteiger richten ihre ganze Aufmerksamkeit auf Charts, Indikatoren oder Wirtschaftsdaten – doch all das bildet nur zwei Drittel des Gesamtbildes.
Die Trading-Psychologie ist die dritte Säule des erfolgreichen Tradings – gleichrangig neben technischer und fundamentaler Analyse.

Erst wenn du verstehst, wie deine Emotionen, Denkgewohnheiten und spontanen Reaktionen deine Handelsentscheidungen beeinflussen, kannst du dein Wissen wirklich in konsequentes Handeln und stabile Ergebnisse umsetzen.
Die technische Analyse zeigt dir, was der Markt gerade macht, und die fundamentale Analyse, warum er es tut –
doch deine Psychologie entscheidet, wie du darauf reagierst.


8.4. Umgang mit Verlusten und Selbstkontrolle

Verluste gehören zum Trading wie der Regen zum Wetter – sie sind auf Dauer einfach unvermeidbar.
Doch der entscheidende Unterschied zwischen erfolgreichen und gescheiterten Tradern liegt darin, wie man mit Verlusten umgeht und wie gut man sich selbst kontrollieren kann, wenn Emotionen ins Spiel kommen - dieser Abschnitt des Lernmaterials ist wichtiger als die meisten Anfänger vermuten würden.

Viele Einsteiger begehen denselben folgenschweren Fehler: Nach einem Verlust versuchen sie, den Schaden sofort wieder gutzumachen – oft durch überstürzte „Rache-Trades“ oder eine erhöhte Positionsgröße.
Dieses Verhalten führt fast immer zu noch größeren Verlusten – und im schlimmsten Fall zum kompletten Kapitalverlust.


Selbstkontrolle bedeutet: Emotionen erkennen, bevor sie die Kontrolle übernehmen.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt nicht darin, Emotionen zu unterdrücken, sondern sie rechtzeitig zu bemerken, bevor sie dein Handeln beeinflussen.
Wenn du spürst, dass du nervös, wütend oder übermäßig euphorisch wirst, ist das ein klares Signal: kurz anhalten, tief durchatmen, Abstand gewinnen und die Gegebenheiten objektiv betrachten.


Praktische Tipps zur Selbstkontrolle

Arbeite mit klaren Regeln:
Definiere, bevor du mit dem traden beginnst, genau, welche Bedingungen für die Eröffnung einer Position gegeben sein müssen, sowie dein Money-Management
und deine Verlust-Schmerzgrenze. Halte dich an deine Regeln, um Entscheidungen auf Basis deines Plans und nicht deiner Emotionen zu treffen.


Nutze feste Routinen:
Überprüfe regelmäßig deinen Handelsplan, führe dein Trading-Tagebuch und analysiere anfangs alle deine Trades.
Solche Routinen schaffen Struktur und verhindern impulsives Handeln.

Akzeptiere Verluste als Teil des Spiels:
Kein Trader liegt immer richtig. Jeder Verlust ist eine Investition in Erfahrung, solange du daraus lernst und deine Trading-Strategie weiterentwickelst.


Der richtige Umgang mit Verlusten

Ein professioneller Trader betrachtet Verluste nicht als persönliches Scheitern, sondern als statistischen Bestandteil seiner Strategie.
Wenn dein System ein positives Chancen-Risiko-Verhältnis hat, bleibst du langfristig profitabel – auch wenn nicht jeder einzelne Trade erfolgreich ist.


Beispiel:
Mit einem CRV von 2:1 kannst du sogar bei nur 50 % Gewinn-Trades dauerhaft Gewinne erzielen – vorausgesetzt, du begrenzt dein Risiko konsequent.

Du kannst den Markt nicht kontrollieren, aber du kannst dein Verhalten steuern.
Disziplin entsteht nicht allein durch Willenskraft, sondern durch klare Regeln, feste Routinen und bewusste Selbstbeobachtung.
Der wahre Profi bleibt ruhig und strukturiert – in guten wie in schwierigen Phasen.


8.5. Mentales Training für Trader

Disziplin im Trading ist keine Frage des Charakters, sondern eine Fähigkeit, die man gezielt trainieren kann.
Niemand startet mit perfekter Selbstkontrolle. Sie entsteht durch mentales Training, also durch feste Routinen, klare Strukturen und Gewohnheiten, die dir helfen, deine eigenen Regeln konsequent einzuhalten.

Viele Trader scheitern nicht an ihrer Strategie, sondern daran, dass sie sie nicht konsequent umsetzen.
Mentales Training sorgt dafür, dass du selbst in stressigen Phasen objektiv und diszipliniert bleibst – genau das unterscheidet einen erfahrenen Trader von einem impulsiven Marktteilnehmer.


Trainiere Geduld und emotionale Distanz

Trading ist kein Glücksspiel, sondern ein Wahrscheinlichkeitsspiel, das du auf deine Seite ziehen musst. Kein Signal funktioniert immer.
Lerne, auf dein perfektes Setup zu warten, anstatt Chancen zu erzwingen.

Eine hilfreiche Übung:
Beobachte den Markt bewusst, ohne zu handeln – analysiere, aber setze keine Orders.
Dadurch schulst du deine Fähigkeit, Geduld zu bewahren und Emotionen wie FOMO (Fear of Missing Out) zu erkennen, bevor sie dein Verhalten bestimmen.

Tipp für Daytrader und Intraday-Trader:
Mach es dir zur Regel, nicht sofort nach einem Verlust oder Gewinn den nächsten Trade zu eröffnen.
Nimm dir mindestens 5–10 Minuten Pause, um wieder klar zu denken.

 

Entwickle Routinen und feste Abläufe

Mentale Stärke entsteht aus klarer Struktur.
Lege feste Zeiten für deine Marktanalyse, deine Handelsphasen und deine Nachbereitung fest.
Vermeide es, spontan oder aus Langeweile zu handeln! Das ist einer der häufigsten Fehler im Trading.


Visualisierung und Fokusübungen

Erfolgreiche Trader nutzen häufig mentale Techniken aus dem Leistungssport.
Stell dir vor, wie du konzentriert, ruhig und diszipliniert handelst – wie du deine Regeln befolgst und selbst nach einem Verlust gelassen bleibst.
Diese Form der Visualisierung trainiert dein Gehirn, mit Stresssituationen souverän umzugehen.
Wenn die Situation dann real eintritt, reagierst du automatisch stabiler und kontrollierter.


  • Disziplin ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von bewusster Wiederholung und klaren Routinen.
  • Mentales Training stärkt deine Konzentration, Ruhe und Ausdauer – die Grundpfeiler erfolgreichen Tradings.
  • Wer seinen Geist trainiert, verbessert nicht nur seine Emotionen, sondern auch seine Ergebnisse am Markt.

               

8.6. Trading-Tagebuch führen

Ein Trading-Tagebuch ist eines der wichtigsten Werkzeuge für mentales Training.
Notiere bei jedem Trade:

  • Warum du eingestiegen bist
  • Zeitpunkt und Kurs des Einstiegs und Ausstiegs
  • Welche Emotionen du gespürt hast
  • Ob du deine Regeln eingehalten hast


Diese Selbstbeobachtung macht dich ehrlicher und bewusster.
Mit der Zeit erkennst du wiederkehrende Muster wie z.B. wann du ungeduldig wirst oder zu viel riskierst.
So entwickelst du automatisch mehr Disziplin und emotionale Kontrolle.

9. Praxis: Üben und Weiterentwickeln

Bevor du echtes Geld einsetzt, solltest du das Trading in einer sicheren Umgebung trainieren.
Zum Glück gibt es heute mehrere Möglichkeiten, risikofrei zu üben – ganz ohne Verluste, aber mit realistischen Kursen.
So kannst du Strategien testen, den Umgang mit Plattformen lernen und deine Emotionen im Marktumfeld beobachten, ohne Kapital zu riskieren.

Zwei der besten Wege sind:

  1. Paper Trading auf TradingView
  2. Demokonten bei Brokern

9.1. Paper-Trading

TradingView bietet eine einfache Möglichkeit, kostenlos direkt auf einer professionellen Chartplattform zu üben.
Mit dem Paper-Trading-Modus kannst du echte Marktbewegungen verfolgen und virtuell handeln – also „auf Papier“, ohne echtes Geld.

So funktioniert es:

  • Du öffnest einen beliebigen Chart auf TradingView.
  • Unten klickst du auf „Trading Panel“ → „Paper Trading“ → „Verbinden“.
  • Danach kannst du Kauf- und Verkaufsorders setzen, Stop-Loss und Take-Profit festlegen und deine Ergebnisse in Echtzeit verfolgen.

Das Paper Trading auf TradingView bietet mehrere klare Vorteile. Es ist komplett kostenlos und in wenigen Sekunden startklar – du kannst also sofort mit dem Üben beginnen, ohne etwas einzahlen zu müssen. Dabei handelst du mit echten Marktdaten, beobachtest also reale Kursbewegungen, gehst aber kein finanzielles Risiko ein. Dadurch eignet sich das Paper Trading hervorragend, um Strategien zu testen, verschiedene Orderarten auszuprobieren und deine Disziplin im Trading-Alltag zu trainieren. Ein weiterer Pluspunkt: Dein virtuelles Konto lässt sich jederzeit zurücksetzen, sodass du von vorne beginnen und neue Ansätze ausprobieren kannst, wann immer du möchtest.

Tipp:
Nutze Paper Trading nicht nur zum Spaß, sondern wie echtes Trading – mit festen Regeln, Risikobegrenzung und klaren Zielen. So lernst du realistische Gewohnheiten.

Balken- bzw. Kerzenwiedergabe in TradingView

Die Balken- oder Kerzenwiedergabe kannst du dir wie ein Video vorstellen, das den Marktverlauf Schritt für Schritt abspielt.
Jede einzelne Kerze zeigt, was in einem bestimmten Zeitraum passiert ist: wo der Preis gestartet ist, wie hoch und wie tief er sich bewegt hat und wo er am Ende steht.
Wenn du einen vergangenen Chart Kerze-für-Kerze „abspielst“, siehst du, wie sich Trends, Korrekturen und Marktbewegungen nach und nach entwickeln - die beste Möglichkeit Strategien zu üben.

Empfehlung:
Um dieses „Abspielen“ des Marktes in Ruhe zu üben und ein Gefühl für Preisbewegungen zu entwickeln, reicht das
TradingView Essential-Abo vollkommen aus. Es bietet alle grundlegenden Funktionen, die du als Einsteiger für die Arbeit mit Charts benötigst.

Mit meinem Link erhältst du 15$ Guthaben für dein erstes TradingView-Abo: TradingView


9.2. Demokonten
Fast jeder seriöse Broker bietet ein Demokonto, auf dem du mit virtuellem Geld handeln kannst.
Das funktioniert wie ein echtes Konto – nur, dass du keinen Cent echtes Geld riskierst.


So funktioniert es:

  • Du meldest dich bei einem Broker an und wählst „Demokonto eröffnen“.
  • Du bekommst ein virtuelles Guthaben (meist zwischen 10.000 € und 100.000 €).
  • Du handelst über dieselbe Plattform, dieselben Kurse und dieselben Orderarten wie im echten Konto.


Vorteile:

  • Du lernst die Handelsplattform des Brokers kennen (z. B. MetaTrader, cTrader, WebTrader usw.).
  • Du kannst verschiedene Märkte und Hebel ausprobieren.
  • Ideal, um zu testen, ob dir die Plattform gefällt, bevor du echtes Geld einzahlst.

Ein Demokonto ist nicht nur zum Üben deiner Strategie da – es hilft dir auch, den Broker selbst zu testen.
Du kannst beobachten, wie schnell Orders ausgeführt werden, ob es Kursverzögerungen oder Slippage (Abweichungen zwischen gewünschtem und tatsächlichem Ausführungspreis) gibt und wie transparent die Gebührenstruktur ist.

So findest du heraus, ob der Broker zuverlässig arbeitet, die Kurse stabil liefert und keine versteckten Kosten entstehen.
Gerade für Einsteiger ist das wichtig, bevor sie echtes Geld einzahlen – denn ein Broker sollte nicht nur günstig, sondern auch technisch sauber und fair sein.

  • Demokonten von Brokern sind perfekt, um echte Plattformen und Orderausführungen kennenzulernen.
  • Beide Wege sind 100 % risikofrei – aber nur dann wirklich nützlich, wenn du sie ernsthaft nutzt und wie echtes Trading behandelst.
  • TradingView Paper Trading eignet sich ideal zum technischen Üben.


Sobald du dich sicher fühlst und dein System über längere Zeit im Demokonto funktioniert, kannst du langsam den Schritt zum Live-Konto wagen.
Das Ziel ist, den Übergang so realistisch wie möglich zu gestalten, ohne emotional überfordert zu werden.


Nun hast du die wichtigsten Grundlagen des Tradings verstanden – und jetzt ist der perfekte Zeitpunkt gekommen, das Gelernte gezielt anzuwenden.
Der nächste Schritt ist, dich mit einer klaren, strukturierten Strategie zu beschäftigen.
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